Flugs ins Offene

Der Name FLUX geht auf eine Initiative der Hessischen Kinder- und Jugendtheater zurück: "flugs" ein Netzwerk für Schulen stricken. Der Name FLUX ehrt zugleich die Kunstbewegung Fluxus, die sich gegen die Abschottung der Kunst vom Leben wandte und Video, Musik, Licht, Geräusche, Bewegungen, Handlungen und diverse Materialien in ihre Kunst integrierte. Der Begriff FLUX geht auf das lateinische Wort fluxum (flüssig) zurück, dem Partizip von fluere (fließen) und steht für kontinuierlichen Wandel und Veränderung. Das Projekt FLUX steht für Wandel und Offenheit und regt an zum Schauen, Erproben, Nachdenken und Kommunizieren.

FLUX legt sein Augenmerk insbesondere auf die Zusammenarbeit von Theatern und Schulen auf dem Land. Örtliche Kulturveranstalter haben oftmals keinen Kontakt zu den Schulen. Die Kulturveranstalter und Lehrer haben zudem nicht immer Qualitätskriterien parat, um die Kunst für und die Kunst der Kinder zu beurteilen. Die Kinder werden in ihrer Fähigkeit Theater zu rezipieren und in ihrem eigenem künstlerischen Tun gerade im ländlichen Raum häufig unterschätzt. Da es wenig kulturelle Erfahrungen gibt, greifen Lehrer, Eltern, und Kinder oftmals auf Altbekanntes und Bewährtes zurück. Oft gibt es zudem Ressentiments gegenüber zeitgenössischen Theaterformen.

Dem setzt FLUX ein Konzept von Rezeption, Kunstvermittlung als künstlerischer Praxis und partizipativen Projekten mit den Schülerinnen und Schülern entgegen. Alle Tanz-, Theateraufführungen und Performances werden bei FLUX von den beteiligten Theatern künstlerisch begleitet. Im Zentrum stehen die ästhetischen Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen im Wechselspiel von Theaterrezeption und eigenem künstlerischen Tun. FLUX greift die Potentiale performativer Theaterformen auf: in Ortserkundungen, in Alltagsforschungsprojekten, künstlerischen Präsentationen und mit "Laboren für performatives Forschen".