Plattform zum künstlerischen Austausch 2015

am 5. Dezember in der Kulturweberei und der Landesmusikakademie Schlitz

Mit der künstlerischen Austauschplattform in der Landesmusikakademie Schlitz und in mehreren Leerständen in der Schlitzer Altstadt wurden die FLUX-Kulturkofferprojekte verbunden und ein Dialog zwischen den vier Residenzprojekten hergestellt. Alle vier in Ost- und Nordhessen angesiedelten Residenzprojekte präsentierten ihre künstlerischen Ansätze und/oder Ergebnisse, die in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen entstanden. Die Kulturweberei – die lokale Theaterresidenz in Schlitz – öffnete an diesem Tag zum letzten Mal für die Bewohner von Schlitz und für Gäste der Plattform die von ihnen bespielten Leerstände in der Schlitzer Hauptstraße. Die Theatermacherinnen Dina Keller-Metje und Annika Keidel präsentierten in einer installativen Performance gemeinsam mit den beteiligen Kindern die Stationen der Kulturweberei.

Wie die Kinderakademie und die Residenzprojekte zielte auch die Plattform auf intergenerationale Begegnungen. Am Abend versammelten sich Bewohner aus Schlitz und die Gäste zu einer TanzBar mit gemeinsamem Abschiedsplausch im Leerstand

Gerahmt wurde die Plattform von Diskussionspanels zum interdisziplinären Austausch.

Katharina Stephan, Mobile albania, und Yana Thönnes, "Das Haus", stellten Projekte vor und gaben dadurch neue Impulse zur künstlerischen Weiterentwicklung solcher Theaterprojekte.

Zukünftig sollen im Rahmen der FLUX-Residenzen professionelle Produktionen, aber auch Performances entstehen, die von Ort zu Ort wandern.

In mehreren Panels wurden auch die kulturpolitischen Implikationen einer Theaterarbeit auf dem Land diskutiert und vom Kulturpolitikprofessor Dr. Wolfgang Schneider und von Frau Kiesow, der Vertreterin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, in einen größeren kulturpolitischen Zusammenhang gestellt.

Im Kontext der interdisziplinären Austauschplattform wurde auch ein Diskursformat von ongoing project zur Gastspielreihe FLUX und den Residenzprojekten erprobt, welches das Verhältnis von Stadt und Land aus künstlerischer Perspektive diskutierte und der Frage nachging, wie die Künstler mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und auf welche Weise sie in die Projekte eingebunden werden.

Die nächste FLUX-Plattform wird im Dezember 2016 erneut im Zusammenhang mit den Künstlerresidenzen durchgeführt.

Programm Plattform 2015