FLUX-artists in residence: Künstlerische Residenzen 2016

Was es heißen könnte, den ländlichen Raum als Kulturraum zu denken, zeigten die vier FLUX-Künstlerresidenzen 2016 in Bad Orb, Büdingen, Altheim-Münster und Immichenhain. Welche Rahmungen benötigen die künstlerischen Projekte, damit diese gelingen? Wie kann in den Projekten sowohl der Eigensinn der Bewohner als auch der Eigensinn der Künstler zum Tragen kommen? Wie prägen die Haltungen der Künstler zum eigenen Konzept und den Akteuren diese Zusammenarbeit? Wie viele Kompromisse muss man machen, damit hier Netzwerke entstehen können? Braucht es überhaupt künstlerische Kompromisse, oder ist es eine Frage der Ausdauer und Strategie? Wie müssen Formate, die in der Stadt und für die Stadt entwickelt wurden, verändert werden, damit sie auf dem Land eine Öffentlichkeit finden? Wie kann man die Perspektiven der Bewohner ins Spiel bringen, ohne sie als defizitär zu begreifen? Welche gesellschaftlichen Visionen und nicht gängigen Zukunftsbilder können sich in solchen Aushandlungsprozessen entwickeln und zu Veränderungen beitragen? Dies sind Fragen, die in allen bisher von FLUX durchgeführten Residenzen auftauchten und die von den Künstlern sehr unterschiedlich beantwortet wurden.