How to build a happening?
THEATER: 3 hasen oben   PARTNER: Jugendliche aus den Schwälmer Gemeinden

"LOST – Gehen oder Bleiben?" war das Motto der Residenz 2015. Das Theater 3 hasen oben entwickelte eine fiktive Reportage über das Leben in der Schwalm. Das Projekt nahm die Landflucht und ihre Folgen in den Blick.
2016 setzten die Theaterleute die Zusammenarbeit mit jungen Menschen aus der Region fort. In ihren Residenzprojekten gibt das Theater Jugendlichen sowie jungen Künstlern und Kulturvermittlern die Möglichkeit, sich auszuprobieren. Maximilian Buck und Sara Üfler, beide in der Schwalm aufgewachsen und dort lebend, arbeiteten bereits 2015 in dem Residenzprojekt mit. Die Zusammenarbeit mit ihnen regte die Theaterleute an, sich mit dem Thema Leistung und dem damit verbundenen Stressfaktor zu beschäftigen. In der Sommerresidenz 2016 "How to build a happening?" hielten die beteiligten Jugendlichen die hektische Welt für einen Augenblick an. Sie hörten einander zu und vertrauten auf ihre Ideen und die Aktionen, die aus dem Impuls und dem Nichtstun heraus entstanden. Das Künstlerteam ging der Frage nach, was in einer künstlerischen Arbeit entstehen kann, wenn man sich darin übt, nicht im herkömmlichen Sinn zu leiten und nicht ergebnisorientiert zu arbeiten. Wie kann die Absichtslosigkeit den künstlerischen Prozess befördern? Aus dieser Haltung heraus entstanden in der Sommerresidenz spontane Kunstaktionen inmitten der Schwalm.

Dokumentation und Pressemappe Happening
Residenzkonzept

Am Ende der Residenz stand eine Präsentation im Schlosspark in Loshausen, mit Installationen, Einblicken in die Gedankenwelt der Jugendlichen, gesellschaftskritischen Reflexionen und einer Sammlung von Erfahrungen zu "How to build a happening?". Klaus Wilmanns hielt in einem musikalischen Künstlertagebuch die Erfahrungen und den Klang jedes einzelnen Tages fest.

Das Theater 3 hasen oben wurde 2016 für seine Arbeit im ländlichen Raum mit dem Hessischen Demografie-Preis ausgezeichnet.