Digitale Strukturen (2014/2015)
THEATER: Verena Specht-Ronique (mu_te)   PARTNER: IGS Herder Frankfurt

Verena Specht-Ronique arbeitet mit Schülerinnen und Schülern zum Thema "Digitale Strukturen übersetzen".
Unser Leben ist geprägt von abstrakter Logik aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen wie Biologie, Physik, Computer Science oder Mathematik. Wir lernen mit dem Wissen im Alltag umzugehen, auch wenn wir oft gar nicht wissen, wie genau deren Mechanismen funktionieren. Und mit Kreativität verbinden wir dies zumeist auch nicht. Computer Science begleitet uns in unserem Alltag, auch wenn wir es nicht immer merken. So gibt es viele gesellschaftsrelevante Themen, die durch Computertechnologie aufgeworfen werden. Wie wird Information gespeichert und kann trotzdem privat bleiben und nicht abrufbar für jeden? In dem Projekt geht es darum, über künstlerische und performative Verfahrensweisen einen anderen Zugang zu diesen komplizierten Phänomenen zu finden. Schülern wird die Möglichkeit gegeben, Mathematik auf eine andere Art zu verstehen und eigene Methoden bei der Lösungssuche zu entwickeln. Oftmals ist es auch ausreichend, Bezüge zum eigenen Alltag zu schaffen.
Hermann Hesses Glasperlenspiel inspirierte Verena Specht-Ronique und Elvira Plenar zur Suche nach theatralen Übersetzungen für visualisierte digitale Strukturen. An der IGS Herder in Frankfurt a. M. sollen mit Schülern im Alter von 10 bis 13, die zum Teil große Lernschwierigkeiten und absolut kein Interesse an Mathematik haben, mit Mitteln der Performance und Musik Algorithmen im Alltag sichtbar gemacht und diese ritualisierten Formen in Geschichten eingebettet und zugleich im Alltag der Schüler verortet werden. Das Projekt wird als freiwilliges Nachmittagsangebot in der Schule durchgeführt.