Diskurse

Theater und Schule ist Kulturelle Bildung. Schnell gesagt, oft hinterfragt und häufig diskutiert. FLUX stellt einige Debatten, Texte, Artikel und Bücher auf dieser Seite aus den Bereichen Darstellende Künste, Kulturpolitik, Kunstvermittlung und ästhetischer Bildung vor und weist auf Veranstaltungen hin, die diese Diskurse in den Mittelpunkt stellen. An dieser Stelle finden Sie Texte und weiterführende Links.

Viele Texte zur Kulturellen Bildung finden Sie auf: www.kubi-online.de

Aktuell

  • Kristin Westphal, Teresa Bogerts, Mareike Uhl, Ilona Sauer (Hg.): ZWISCHEN Kunst und Bildung. ATHENA-Verlag, Oberhausen 2018, 500 S. ISBN: 978-3-7455-1027-0

  • Darstellende Künste und Schule in Hessen: Die von der ASSITEJ e. V. durchgeführte Studie wird derzeit ausgewertet und mit der ersten Studie aus dem Jahr 2005 abgeglichen. Sie wird über die Entwicklungen und Tendenzen in den Kooperationen von Darstellenden Künstlern mit Schulen, über die Rolle der Darstellenden Künste für ein junges Publikum im schulischen Ganztag und über die Strukturen Kultureller Bildung in ländlichen Räumen Auskunft geben. Finanziert wird die Studie vom HMWK mit Unterstützung des HKM.

Vorträge

Hier finden Sie Texte, die Probleme der Kulturellen Bildung aufgreifen und Aspekte der Kunstvermittlung reflektieren. Die ausgewählten Vorträge, zumeist gehalten im Rahmen von Fachtagungen, geben Auskunft über wichtige Diskurse. Sie geben zahlreiche Impulse für die Weiterentwicklung von Projekten und Strukturen.

Buchtipps

FLUX möchte den Diskurs über Theater und Schule anregen. Informationen und Impulse bieten die hier ausgewählten Publikationen, welche Teil des breiten Literaturspektrums zu Themen wie Theaterpädagogik, Kulturelle Bildung, Kunstvermittlung und Darstellendes Spiel sind.

Darüber hinaus betreibt der Verlag der Autoren die Webseite www.schultheatertexte.de. Dort finden Schulen Stücke renommierter Autoren, die für das Schultheater geeignet sind.

Kulturelle Bildung, Kulturvermittlung, Theaterpädagogik

Ziese, Maren; Gritschke, Caroline (Hg.): Geflüchtete und Kulturelle Bildung. Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld. transcript, Bielefeld 2016, 440 S.

Wie können Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Hunger und wirtschaftlicher Not in Deutschland ankommen, ihre Rechte auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen? Was sind geeignete Formate der Kulturellen Bildung, um auf die Realität der Geflüchteten aufmerksam zu machen und um Vernetzung und Solidarisierung herzustellen?
Die Beiträge des Bandes gehen diesen Fragen nach und zeigen: Die Kulturelle Bildung ist ein Feld, in dem viele ambitionierte Projekte mit Geflüchteten realisiert werden. Das Phänomen Flucht bietet so Möglichkeiten für eine macht- und differenzsensible Veränderung von Kultur- und Bildungsinstitutionen und eröffnet Chancen für die Revision etablierter Handlungsroutinen. (Verlagsinformation)

Insbesondere zu empfehlen ist der Buchbeitrag von Carmen Moersch: Refugees sind keine Zielgruppe (S. 67–75), in welchem die Adressierung der Flüchtlinge kritisiert wird. Sie schlägt stattdessen vor, "kulturelle Bildung im Sinne der Freiheit von Rassismus zu perspektivieren".

Hoffmann, Christel (Hg.): Horst Hawemann — Leben üben: Improvisationen und Notate. Theater der Zeit, Berlin 2014, 78 S.

Christel Hoffmann hat viele Jahre lang die Arbeit von Horst Hawemann begleitet, beobachtet und beschrieben. Für den großen Theaterlehrer Horst Hawemann, Regisseur und langjähriger Lehrer an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin, war das Leben selbst die unerschöpfliche Quelle für das Handeln auf der Bühne. Wie kaum ein anderer hat er es verstanden, mit Alltagssprache zu spielen. Den stattlichen Fundus seiner praktischen Übungen und "Nummern" führt nun dieses Buch erstmals zusammen, begleitet von Kommentaren, in denen er seine "improvisierende Methode" erläutert.

Lohfeld, Wiebke; Schittler, Susanne (Hg.): Grenzverhältnisse. Perspektiven auf Bildung in Schule und Theater. Beltz Juventa Vlg. 2014, 251 S.

Der Band entstand als Festschrift für Kristin Westphal und knüpft an den phänomenologisch orientierten Bildungsdiskursen an. Bildungsprozesse werden verstanden als Wagnis und als unabgeschlossener Prozess. Es werden Grenzgänge in Kunst und Bildung beschrieben. Mit Beiträgen u. a. von Jörg Zirfass, Hans Thies Lehmann, Johannes Bilstein u. a.

Pinkert, Ute; Sack, Mira (Hg): Theaterpädagogik am Theater: Kontexte und Konzepte von Theatervermittlung. Schibri, Berlin, Milow, Straßburg 2014, 360 S.

In den letzten Jahren hat der Arbeitsbereich von Theaterpädagogik am Theater zunehmende öffentliche Aufwertung erfahren. Hier finden wesentliche gesellschaftspolitische Debatten eine Schnittstelle: Die Diskussionen um Kulturelle Bildung und das Stadttheater der Zukunft, das Selbstverständnis einer post-migrantischen Haltung wie die Fragen nach kultureller und sozialer Teilhabe. Der Band versammelt fachwissenschaftliche Positionen und lässt Akteure der Vermittlung an den Theatern selbst zu Wort kommen.

Primavesi, Patrick; Deck, Jan (Hg.): Stop Teaching! Neue Theaterformen mit Kindern und Jugendlichen. transcript, Bielefeld 2014, 300 S.

Neue Tanz- und Theaterformen werden zunehmend zusammen mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Dabei werden diese als Experten ihres Alltags ernst genommen und es geht nicht länger darum, sie mithilfe von Theater zu erziehen. Der Band, der Beiträge von Wissenschaftlern, Künstlern und Experten versammelt, geht unter anderem der Frage nach, "was Lernen im Theater bedeuten könnte, wenn der Anspruch auf Belehrung einmal ausgesetzt wird."

Schneider, Wolfgang; Saez, Jean-Pierre; Bordeaux, Marie-Christine; Hartmann-Fritsch, Christel (Hg.): Das Recht auf Kulturelle Bildung. Ein deutsch-französisches Plädoyer. B&S Siebenhaar Verlag, Berlin/Kassel 2014, 430 S.

Gegenstand des länderübergreifenden, zweisprachigen Buches sind die Theorie und die Praxis der Kulturellen Bildung in Frankreich und in Deutschland. Das Buch ist aus einer mehr­jährigen Zusammenarbeit der Stiftung Genshagen mit ihren Partnern, dem Observatorium für Kulturpolitik in Grenoble und dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks hervorgegangen.

Rat für Kulturelle Bildung e.V. (Hg.): Alles immer gut? Mythen Kultureller Bildung. Essen 2013, 65 S.

Immer alles gut? fragt der Rat für Darstellende Künste in der gleichnamigen Publikation, in der er die Mythen, die sich um das Feld der Kulturellen Bildung ranken, offen legt. Dem Rat gehören vierzehn unabhängige Experten an. Beteiligt sind auch sieben große Stiftungen, die sich der kulturellen Bildung verpflichtet fühlen. Der Rat geht in seinen Beiträgen mit Allgemeinplätzen hart ins Gericht, legt die Phrasen der Antragslyrik offen, schaut genau hin, beschreibt begriffliche Unstimmigkeiten und wirkt so Mythenbildung in der Kulturellen Bildung entgegen. Die Autoren ergründen den Abstand zwischen Anspruch und Realität und regen so dazu an, die eigene Projektarbeit zu überprüfen. PDF

Bockhorst, Hildegardt; Reinwand, Vanessa-Isabelle; Zacherias, Wolfgang (Hg.): Handbuch Kulturelle Bildung. kopaed, München 2012, 1080 S. (= Schriftenreihe Kulturelle Bildung vol. 30).

Das Handbuch erläutert den Begriff Kulturelle Bildung, beschreibt dessen Handlungsfelder, Kontexte und Wirkungsformen. Es versammelt nun erstmals systematisch über 180 Beiträge, welche die Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung umfassend darstellen.

Sting, Wolfgang; Mieruch, Gunter; Stüting, Eva-Maria (Hg.): TUSCH: Poetiken des Theatermachens. Werkbuch für Theater und Schule. kopaed, München 2012, 221 S. plus DVD.

Zehn Jahre TUSCH Hamburg, zehn Jahre Theaterprojekte im Schulraum, zehn Jahre künstlerische, kultur- und bildungspolitische Erfahrungen: Sorgfältig reflektiert und dokumentiert in diesem Jubiläumsband.

Schneider, Wolfgang; Fechner Meike (Hg.): Jahrbuch GRIMM & GRIPS 24 "Theater und Schule". ASSITEJ, Frankfurt am Main 2011, 421 S.

In dem Jahrbuch stellen die Autoren anhand verschiedener Praxisbeispiele Modelle der künstlerisch-theatralen Zusammenarbeit vor. Sie haben hierbei sehr unterschiedliche Projekte und Herangehensweisen untersucht. Vorgestellt werden u.a. die Winterakademie und TUSCH.

Braun, Tom; Fuchs, Max; Kelb, Viola: Auf dem Weg zur Kulturschule. Bausteine zu Theorie und Praxis der kulturellen Schulentwicklung. kopaed, München 2010, 148 S. (= Schriftenreihe Kulturelle Bildung vol. 17).

Das Buch stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie es einer Schule gelingen kann, ästhetisch-kulturelle Praxis in den Mittelpunkt aller Bereiche ihres Schullebens zu stellen und welche strukturellen Voraussetzungen hierfür notwendig sind. Fünf Fallstudien zeigen: Der Weg zur Kulturschule kann gelingen!

Hilliger, Dorothea (Hg.): Freiräume der Enge. Künstlerische Findungsprozesse der Theaterpädagogik. Schibri, Berlin, Milow, Straßburg 2009, 335 S.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln reflektieren die Autoren die Bedingungen, Anordnungen, Methoden und Verfahren künstlerischer Findungsprozesse in der Theaterpädagogik. Mit DVD, die Ausschnitte eines Theaterstückes zeigt und Einblick in das Forschungsprojekt an der HBK Braunschweig gibt.

Westphal, Kristin (Hg.): Räume der Unterbrechung. Theater. Performance. Pädagogik. Athena, Oberhausen 2012, 340 S.

Die Publikation öffnet den Blick für andere Sichtweisen auf den Theaterraum als Bildungs- und Erfahrungsraum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Kindergarten, Schule und Ausbildung.

Schneider, Wolfgang (Hg.): Theater und Schule. Ein Handbuch zur kulturellen Bildung. transcript, Bielefeld 2009, 320 S.

Das Buch untersucht Modelle der Zusammenarbeit von Theater und Schule, dokumentiert Ergebnisse einer exemplarischen Studie in Hessen und erörtert, was das Theater von der Schule und was die Schule vom Theater erwartet. Theater- und Erziehungswissenschaftler kommen ebenso zu Wort wie Praktiker aus Theater und Schule.

Hoffmann, Christel: Spielen und Theaterspielen. Der Kinderbuchverlag, Berlin 1989, 141 S. Neuauflage Deutscher Theaterverlag, Weinheim 2008.

In dem kleinen Band werden zahlreiche bekannte und unbekannte Kinderspiele zum Einstieg ins Theaterspielen mit allen Altersgruppen vorgestellt.

Mattenklott, Gundel: Grundschule der Künste. Vorschläge zur Musisch-Ästhetischen Erziehung. Schneider, Hohengehren 2007,180 S.

Ein offenes Curriculum für den Lernbereich Musisch-Ästhetische Erziehung mit vielen Beispielen und Anregungen für künstlerisches Arbeiten in der Grundschule an Schnittstellen zum schulischen Lernen.

Taube, Gerd (Hg.): Kinder spielen Theater. Methoden, Spielweisen und Strukturmodelle des Theaters mit Kindern. Schibri, Berlin 2007, 534 S.

Das Buch enthält einen umfassenden Überblick über Historie und künstlerische Ansätze des Theaters mit Kindern und gibt zugleich viele praktische Beispiele für die eigene Arbeit und eine Vielzahl von weiterführenden Hinweisen.

Wenzel, Karola: Arena des anderen. Schibri, Berlin, Milow, Straßburg 2006, 180 S.

Grundlegende Überlegungen zum Theaterspiel mit Kindern. Die Autorin legt dar, dass die Spiel- und Erzählformen der Kinder dem zeitgenössischen Theater näher sind als gemeinhin angenommen.

Hoffmann, Christel (Hg.) für das Kinder- Jugendtheaterzentrum, Frankfurt und Berlin:

Arbeitshefte zum Kinder- und Jugendtheater

Bd. 1: Darstellendes Spiel auch in der Grundschule.
Bd. 2: Die Inszenierung des Zuschauerraums. (Begleitmaterial zu Märchenaufführungen im Theater und in der Grundschule)
Bd. 3: Horst Hawemann, Sammeln, Spielen, Werkstattproben.

Darstellende Künste

AktionsTheaterKassel. Verlag M. Faste, Kassel 2016, 256 S.

Zum vierzigjährigen Bestehen des AktionsTheatersKassel hat das künstlerische Leitungsteam – Helga und Werner Zülch – in einer umfangreichen Archivarbeit der AktionsTheater-Produktionen ein Buch mit vielen großformatigen Fotos konzipiert (Grafik-Design: Klaus Neelen, Düsseldorf). Diese Bildfolge gibt in ihrer fotografischen Umsetzung einen lebendigen Eindruck des Bühnengeschehens wieder: Die Vielfalt der Stücke, eigenwillige Orte und Räume, ausdrucksintensive Rauminszenierungen und die immer außergewöhnlichen Kostüme und oft artifiziellen Objekte. Theaterentwicklung am Beispiel einer Theaterkonstellation, die sich auch heute noch als unabhängiges "Freies Theater" versteht. Ein Essay von Karin Thielecke ergänzt die Theaterarbeit des AktionsTheatersKassel und schafft einen konzeptionell-inhaltlichen Rahmen.

Hentschel, Ingrid: Theater zwischen Ich und Welt. Beiträge zur Ästhetik des Kinder- und Jugendtheaters. transcript, Bielefeld 2016, 267 S.

Theater für Kinder und Jugendliche – ebenso wie von und mit ihnen – erweist sich vor dem Hintergrund kultur- und theatertheoretischer Reflexionen als Seismograf gesellschaftlicher Verschiebungen zwischen den Generationen und deren jeweiligen Weltverhältnissen. Dieser Band versammelt erstmals Ingrid Hentschels wichtigste Beiträge zu den Entwicklungen und Formaten sowie zur Theorie und Praxis des Kinder- und Jugendtheaters seit den 1980er Jahren.

Fülle, Henning: Freies Theater. Die Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft (1960 – 2010). Theater der Zeit, Berlin 2016, 500 S.

Weltweit ebenso einzigartig wie das "System" der Stadt- und Staatstheater in Deutschland ist das Paralleluniversum des Freien Theaters. Über dessen Bedeutung gibt es allerdings hauptsächlich viele Meinungen anstelle fundierter Kenntnisse.

Henning Fülles Forschungsarbeit analysiert erstmals die Entwicklungsgeschichte des Freien Theaters in Westdeutschland quellenkritisch anhand von Konzeptionen, Selbstverständigungen und Strukturen seit den 1960er Jahren. "Freie Gruppen", "Freie Szene" und "Freies Theater" werden als historische Formen zeitgenössischer Produktionsweisen, Dramaturgien und Ästhetiken der Theaterkunst gezeigt. Mit deren Herausbildung entsteht jenes Innovationspotenzial, das auch im deutschen Theater die Überwindung der Traditionspflege bürgerlicher Hochkultur ermöglicht.

Freies Theater zeigt sich damit in seiner kulturpolitischen Bedeutung als spezifische Form später Modernisierung der deutschen Theaterlandschaft, mit der die internationalen Entwicklungen in den darstellenden Künsten seit dem Zweiten Weltkrieg nachvollzogen werden. Aus: tdz

IXYPSILONZETT. Jahrbuch für Kinder-und Jugendtheater 2015 der ASSITEJ Deutschland.

Wer macht in Zukunft Theater für junges Publikum? Was wollen die Neuen — und wie gehen sie mit dem Erbe um? Kommt es zum Clash of Generations? Das Kinder- und Jugendtheater ist in die Jahre gekommen und ebenso seine Künstler. Wie steht es um die Lust auf Zukunft? Dies ist Gegenstand des Jahrbuchs für Kinder- und Jugendtheater 2015 IXYPSILONZETT der ASSITEJ Deutschland, u. a. mit Beiträgen der künstlerischen Leitung des schwedischen Unga Klaras und des Medienwissenschaftlers Torsten Meyer.

Mittelstädt, Eckhard; Pinto, Alexander (Hg): Die Freien Darstellenden Künste in Deutschland. Diskurse – Entwicklungen – Perspektiven. transcript, Bielefeld 2013, 230 S.

Der Band versammelt Beiträge von Theaterschaffenden, Wissenschaftlern und Journalisten und leistet mit diesem multiperspektivischen Blick auf das Freie Theater zugleich einen wichtigen Beitrag für die Debatte um die Zukunft des Theaters in Deutschland insgesamt.

Peters, Sibylle (Hg.): Das Forschen aller. Artistic Research als Wissensproduktion zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. transcript, Bielefeld 2013, 262 S.

Das Buch zeigt auf, was künstlerische Forschung zu dem gemeinsamen Anliegen beitragen kann, Forschung und Wissensproduktion demokratischer zu gestalten. Sibylle Peters arbeitet am Hamburger Fundustheater und entwickelt dort in ihrem Forschungstheater Projekte mit Kindern.

Schneider, Wolfgang (Hg.):Theater entwickeln und planen. Kulturpolitische Konzeptionen zur Reform der Darstellenden Künste. transcript, Bielefeld 2013, 320 S.

Deutschlands Theaterlandschaft ist einmalig. Doch immer wieder fehlt den Stadt- und Staatstheatern das Geld, um die steigenden Kosten der personalintensiven Apparate zu finanzieren. Die freien Gruppen hangeln sich von Projekt zu Projekt. Welche Reformen sind überfällig, welche Produktionsformen braucht Theater, welche Neuorientierungen sind notwendig, um die Not zu wenden. Mit Beiträgen von Christopher Balme, Heiner Goebels, Annemarie Matzke, Geesche Wartemann u.a.

Deck, Jan; Sieburg, Angelika (Hg.): Politisch Theater machen. Neue Artikulationsformen des Politischen in den darstellenden Künsten. transcript, Bielefeld 2011, 184 S.

Das Buch spürt das Politische im zeitgenössischen Theater auf und sucht nach Kontinuitäten und Brüchen seit den siebziger Jahren.

Schneider, Wolfgang (Hg.): Theater und Migration. Herausforderungen für die Kulturpolitik und Theaterpraxis. transcript, Bielefeld 2011, 232 S.

In der Publikation wird das Themenfeld "Interkultur" in Bezug auf die dramatischen Künste aufgeblättert und danach gefragt, wie eine gesellschaftliche Selbstverständigung durch die dramatischen Künste angeregt werden kann. "Theater und Migration" versammelt Beiträge unter anderem von Susanne Keuchel, Azadeh Sharifi, Azar Mortazavi, Nina Peters, Thomas Lang, Vanessa Isabel Reinwand, Graham Ley und Annett Israel.

Deck, Jan; Sieburg, Angelika (Hg.): Paradoxien des Zuschauens. Die Rolle des Publikums im zeitgenössischen Theater. transcript, Bielefeld 2008, 112 S.

Gegenstand der Publikation ist die Art und Weise, in der der Zuschauer in zeitgenössischen Theaterformen "eine Rolle spielt". Das Publikum gerät immer mehr in den Fokus theatraler Praxis. Das postdramatische Theater macht den Zuschauer oft sogar zum Teilnehmer und verlangt ihm damit eine neue Form der Offenheit ab.

Fachzeitschriften

In dem Beitrag Quer gelesen in IXYPSILONZETT — Jahrbuch für Kinder- und Jugendtheater unternimmt Ilona Sauer einmal jährlich einen Streifzug durch die Zeitschriftenbeiträge zum Kinder- und Jugendtheater in der jeweiligen Spielzeit und greift hier auch die Debatten um ästhetische Bildung, neue Theaterformen, Theater und Schule und Kulturpolitik auf.

Einige der Fachzeitschriften werden an dieser Stelle kurz vorgestellt. Den Beitrag Quer gelesen (erschien in IXYPSILONZETT — Jahrbuch 2014 "Abbild, Zerrbild, oder? Kontruktionen von Kindheit im Theater für ein junges Publikum") finden Sie als PDF.

Fachzeitschriften Theater

Theater heute
Theater heute ist die Fachzeitschrift für Theater. Alle großen bundesweiten Theaterereignisse werden in Theater heute vorgestellt und kulturjournalistisch aufbereitet. In Theater heute werden aber auch relevante gesellschaftliche Debatten geführt und neue Theaterstücke vorgestellt. Beiträge über Kulturelle Bildung und das Theater für das junge Publikum findet man eher selten.
www.theaterheute.de

Die deutsche Bühne
Die Zeitschrift des Deutschen Bühnenvereins veröffentlicht Kritiken zu aktuellen Inszenierungen, Nachrichten aus den Theater und der Kulturpolitik. Jedes Heft hat einen anderen Schwerpunkt. Die Zeitschrift nimmt die These, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur ein Publikum von morgen, sondern auch ein Publikum von heute sind, ernst und berichtet regelmäßig über das Theater für und mit dem jungen Publikum, über Kunst und Kulturelle Bildung.
Mit der jungen Bühne hat die Zeitschrift ein interessantes Format geschaffen, in dem die jungen Leute selbst zu Wort kommen. Im Schulheft (junge Bühne 7) wird z.B. danach gefragt, wie Theater bei den jungen Menschen ankommt.
www.die-deutsche-buehne.de
www.die-junge-buehne.de

Theater der Zeit
Theater der Zeit — Die Zeitschrift für Theater und Politik stellt die neuesten Entwicklungen des deutschsprachigen und internationalen Theaters vor: aktuelle Kritik, neue deutsche und internationale Stücke in Erstveröffentlichung, Debatten, Interviews, Essays, Reportagen, Kulturpolitik und Dokumentation, Schauspiel, innovatives Tanz- und Musiktheater, Performance. Hinzu kommen spannende Beilagen wie z.B. die Zeitschrift für Figurentheater double, IXYPSILONZETT oder Hefte mit verschiedenen Länderschwerpunkten.
www.theaterderzeit.de

IXYPSILONZETT — Magazin für Kinder- und Jugendtheater
IXYPSILONZETT wird herausgegeben von der ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland e.V. und erscheint dreimal jährlich als Beilage der Fachzeitschrift Theater der Zeit. Das Magazin gibt einen Einblick in das Theater für Kinder und Jugendliche. Die Beiträge ermöglichen eine differenziertere Auseinandersetzung mit den Diskursen des professionellen Kinder- und Jugendtheaters. Fragen der Kulturpolitik, der Kulturellen Bildung, der Theaterpädagogik und des Theaters mit Kindern werden in der Zeitschrift ebenfalls reflektiert und diskutiert.
www.theaterderzeit.de/archiv/ixypsilonzett

Fachzeitschriften Kulturelle Bildung

Kultur bildet.
www.kultur-bildet.de

Magazin Kulturelle Bildung
Herausgegeben von der Bundesvereinigung für Kulturelle Jugendbildung (BKJ).
www.bkj.de

Praxis Grundschule
Praxis Grundschule ist die bedeutendste Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum für die Primärstufe. Die Zeitschrift befasst sich neben schulischen Schwerpunktthemen auch mit der ästhetischen Bildung von Kindern und Jugendlichen in der Schule.
www.praxisgrundschule.de

Spiel & Bühne
Fach- und Verbandszeitschrift des Bundes Deutscher Amateurtheater e.V. (BDAT), erscheint viermal im Jahr. Dem BDAT gehören rund 2200 Theatervereine, darunter rund 500 Kinder- und Jugendtheatergruppen, an. Spiel & Bühne erscheint viermal jährlich mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.
www.bdat.info

Spiel und Theater
Die Zeitschrift für Theater von und mit Jugendlichen wird vom Deutschen Theaterverlag in Weinheim herausgegeben. In Spiel und Theater werden vor allem Aktivitäten aus dem Bereich des Darstellenden Spiels in den Schulen dokumentiert und diskutiert. Es werden nicht nur Projekte und Arbeitsansätze der Theaterarbeit mit Jugendlichen, sondern auch Projekte mit Kindern im Grundschulalter vorgestellt. Fester Bestandteil der Zeitschrift ist die Topographie des Schul- und Jugendtheaters in den Ländern.
www.dtver.de

Zeitschrift für Theaterpädagogik: Korrespondenzen.
Die Zeitschrift wird herausgegeben von der Gesellschaft für Theaterpädagogik durch Gerd Koch (Berlin) und Florian Vaßen und dem Bundesverband Theaterpädagogik durch Bernd Ruping (Lingen). Die Zeitschrift für Theaterpädagogik widmet sich den aktuellen Diskursen der Theaterpädagogik und stellt Arbeitsweisen und Projekte aus dem gesamten Spektrum der Theaterpädagogik vor. Die Zeitschrift für Theaterpädagogik hat in jedem Heft einen anderen Themenschwerpunkt. Seit seiner Gründung im März 1990 verfolgt der Bundesverband Theaterpädagogik (BuT e.V.) das Ziel, theaterpädagogische Arbeit als kulturelle Bildungsarbeit in den vielfältigen Berufsfeldern des Theaterpädagogen zu fördern.
www.butinfo.de

Zeitschrift Schultheater
Die Zeitschrift wird herausgegeben vom Friedrich-Verlag und erscheint viermal jährlich. Die Zeitschrift möchte die Theater unterrichtenden Lehrer fachlich und pädagogisch unterstützen, den pädagogischen, didaktischen, künstlerischen und politischen Diskurs über das Schultheater und seine Bedeutung herausstellen und alle relevanten Themen rund ums Schultheater für die Leser aufgreifen. Schultheater bietet regelmäßig praktische Anregungen auf einer breiten fachlichen Basis. Jede Ausgabe verknüpft Grundlagen des Darstellenden Spiels mit pädagogischen und theaterwissenschaftlichen Aspekten. Die zahlreichen Tipps und einfach umsetzbaren Übungen sind auf den Einsatz in großen Gruppen abgestimmt und geben methodische, technische und künstlerisch-kreative Hilfestellungen.
www.friedrich-verlag.de

Im Netz unterwegs

Die hier vorgestellten Diskurse und Vorträge reflektieren die Rahmenbedingungen Kultureller Bildung, stellen das deutsche Theatersystem und die Schulpolitik auf den Prüfstand und machen Vorschläge, wie die Strukturen Kultureller Bildung langfristig verändert werden könnten.

Nachtkritik
Wer ein begeisterter Theatergänger ist und Kritiken zu aktuellen Inszenierungen an deutschsprachigen Bühnen sucht, sollte bei der Nachtkritik vorbeischauen.
www.nachtkritik.de

Kunstvermittlung als künstlerische Praxis
Unter der Leitung von Karola Marsch wurde das Konzept der "Kunstvermittlung als künstlerische Praxis" am Theater an der Parkaue entwickelt, das u.a. zu Formaten wie der Winterakademie, den Ferienwerken oder dem Theaterpädagogischen Salon führte. Die Webseite bietet Downloads zu den Tagungen "Kunstvermittlung als künstlerische Praxis" am Theater an Parkaue und zur Winterakademie.
www.parkaue.de

Kulturelle Bildung und Kulturvermittlung
Wer sich für Kunst- und Kulturvermittlung interessiert, findet auch Informationen und interessante Beiträge in dem Portal des Fachbereichs Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Unter anderem ist hier die Kulturvermittlungstagung am Deutschen Theater in Berlin im Januar 2014 dokumentiert, welche die Zugangsbarrieren zum Theater in den Blick nahm.
www.kulturvermittlung-online.de

Die nachfolgenden Inhalte wurden dem Portal der Universität Hildesheim entnommen.

EduCult Wien
EduCult Wien ist ein unabhängiges Institut für Kultur und Bildung mit Sitz im MuseumsQuartier Wien. Sein Ziel ist es, Kultur und Bildung in Theorie (Studien, Analysen, Expertisen) und Praxis (Kulturvermittlungsprojekte) miteinander zu verbinden. Die Website bietet einen großen Informationspool mit frei verfügbaren Studien im PDF-Format.
www.educult.at

Institut für ästhetische Bildung und Vermittlung
Das Institut ästhetische Bildung und Vermittlung an der Zürcher Hochschule der Künste bietet auf seinen Seiten einen Einblick in die Forschungsarbeit, die sich an der Schnittstelle von aktuellen Kulturtheorien, künstlerischen Verfahren und fachdidaktischer Theoriebildung entwickelt. Neben Informationen zu laufenden Forschungsprojekten ist auch eine Liste kürzlich erschienener Publikationen verfügbar.
iae.zhdk.ch

Institut für Angewandte Kulturelle Bildung
Das Institut für Angewandte Kulturelle Bildung ist zugleich Theater, Lernort und Forschungs-Einrichtung. Künstler und Kulturpädagogen entwickeln neue ganzheitliche Bildungskonzepte. Es wird die künstlerische und kulturpädagogische Bildungsarbeit weiterentwickelt und für Schülerinnen und Schüler neue, im Schulalltag und außerhalb der Schule angesiedelte, kulturelle Lern- und Bildungsräume geschaffen und erforscht. Die Webseite bietet zahlreich illustrierte Einblick in die praktische Arbeit des Instituts.
www.iakb.de

Institut für Bildung und Kultur
Das Institut für Bildung und Kultur e.V. will kulturelle Teilhabe und Bildung durch Forschung und Modellprojekte stärken. Die Webseite bietet Einblicke in aktuelle Projekte und listet eine große Anzahl an Publikationen zu Kultureller Bildung.
www.ibk-kultur.de

Institut für Jugendkulturforschung
Seit 2001 bietet das Institut für Jugendkulturforschung praxisrelevante Jugendforschung für Non-Profits und Social-Profits. Es ist spezialisiert auf repräsentative Jugendumfragen, fokussierte und problemzentrierte Einzelinterviews, Gruppendiskussionen, Sekundäranalysen sowie Evaluationen von Angeboten und Einrichtungen der Jugendarbeit. Die Website bietet in einem umfangreichen Download-Bereich und verweist in einer ausführlichen Literaturliste auf weitere relevante Publikationen zum Thema.
www.jugendkultur.at

KulturKontakt Austria
KulturKontakt Austria (KKA) ist eines der größten österreichischen Kompetenzzentren für Kulturelle Bildung, Kulturvermittlung, kulturellen Dialog und Bildungskooperation mit Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Die Tätigkeitsfelder von KulturKontakt Austria sind mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen drei Bereichen zugeordnet: Bildungskooperation sowie Kulturförderung + Sponsoring und Kulturvermittlung.
www.kulturkontakt.or.at