ZwischenRaum – ZwischenZeit – ZwischenMensch (2015–2017)
THEATER: Dina Keller-Metje   PARTNER: Gesamtschule Schlitzerland

Im Laufe der vergangenen zwei Jahre haben nahezu 200 Schüler der Gesamtschule Schlitzerland an FLUX-Theaterprojekten der Regisseurin Dina Keller-Metje teilgenommen.

Startpunkt der Kooperation mit der Schule war die "Kulturweberei", eine temporäre FLUX-Künstlerresidenz 2015. Im Anschluss daran führte die Regisseurin die Zusammenarbeit fort. Anfangs nur bis Ende 2015 angedacht, weiteten sich die Projekte Monat um Monat aus. Unter den Überschriften "ZwischenRaum", "ZwischenZeit" und "ZwischenMensch" entstanden zehn in sich geschlossene Theaterprojekte und diverse Workshops. Ein Arbeitsansatz Dina Keller-Metjes bestand darin, "Materialverschleppung" zu betreiben und Ideen, Aufträge und Materialien, die von einer Klasse erstellt wurden, an die nächste Klasse "mit schönen Grüßen der Vorgänger" weiterzureichen.

Die im Laufe der zwei Jahre entstandenen Projekte der einzelnen Schülergruppen setzten sich jeweils aus drei Arbeitsphasen zusammen: "Grundlagen der Theaterarbeit & gemeinsame Erschließung des Themas", "performatives Erforschen eigener Vorhaben der Schüler im Rahmen des Themas", "Zusammenführung und Inszenierung aller Ergebnisse im Rahmen einer Präsentation". In dem Finale werden die performativen Erforschungen und szenische Materialien erneut aufgegriffen und in einen neuen Kontext gesetzt.

Um den Schülern die Möglichkeit zu geben, das "Projektnetzwerk", das sie mit erschaffen haben, sichtbar werden zu lassen und in Gänze zu erleben, ist am 12. Mai 2017 das Finale "ZwischenFall" geplant. Die Schüler werden hierbei zu Akteuren – beziehungsweise erneut zu Forschern, die das Publikum an ihrer Expertise teilhaben lassen. Geladen wird das Publikum zu einer vermeintlichen Stadtführung durch Schlitz, Startpunkt am Hinterturm: Stadtführer (Theater-AG & ProWo) begrüßen das Publikum. Kurz nach dem Start ein "ZwischenFall", der im Folgenden das Geschehen bestimmt.

Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt der Theatermacherin Dina Keller-Metje von der Universität Koblenz-Landau, Fachbereich Bildungswissenschaften im Rahmen des Weiterbildungsprogramms Kunst Rhein-Main.