Stinkt Pink? (2015/2016)
THEATER: die stromer   PARTNER: Alte Mühle Bad Vilbel

Die Inszenierung über die Stolpersteine des Erwachsenwerdens, mit Fragen der Jugendlichen, gesammelt in einer gemeinsamen Recherche überzeugte durch Spielfreude, Offenheit und Lebendigkeit. Die Zuschauer, in diesem Fall Schüler der 8. Klasse des Georg-Büchner-Gymnasiums, waren von Anfang an sofort dabei. Kurze Sätze, meist Fragen, und die interaktive Darstellung pubertärer Themen erweckten sofort Interesse. Die Schüler wurden aufgefordert mitzumachen: Nur wer will, war die Devise. Daumen oben, Daumen unten oder weiß nicht, das waren die Antwortkriterien. Peinlichkeiten, über die niemand wirklich sprechen will, wurden enttabuisiert und immer wieder neue Fragen wurden in den Raum geworfen:

Bin ich zu dick, bin ich zu dünn?
Stehen Jungs mehr auf blond?
Hast du schon mal über What‘s App Schluss gemacht?
Kann man vom Heulen abnehmen?
Rasieren sich auch Jungs die Schamhaare?
Kennst du die Mission-Mars-Stellung?

Die übergeordnete Frage der Nachbereitung war "der Unterschied zwischen den Geschlechtern". Themen waren:

Hobbies
Verbale / non-verbale Sprache
Verhalten in der Gruppe
Soziales Verhalten
Partnerschaften
Zukunftsperspektiven – wo sehe ich mich in 10 Jahren?

Mädchen und Jungs wurden gefragt, was für das jeweils andere Geschlecht typisch sei. Anschließend sollte die Jungengruppe eine Situation nachstellen, in der Mädchen vom Shopping heimkehren, und die Mädchengruppe bekam die Aufgabe, einen Machtkampf zwischen Jungs pantomimisch darzustellen.

Zum Schluss wurden Karten vorgelesen, die während der Übung von den Schülern geschrieben wurden: Was ist typisch für Jungs, was für Mädchen, was können Mädchen, was Jungs, warum will ich ein Mädchen, warum einen Jungen?

Mädchen kochen gut, Jungs zahlen meistens … altbekannte Klischees, zu deren Aufbrechung "Stinkt Pink?" einen Anstoß gibt.

Die Karteikarten mit Fragen der Schüler werden immer vom Theater gesammelt und in das jeweils nächste Gastspiel integriert.